Benzinpreise

Die aktuellen Benzinpreise sind für viele Autofahrer eine sehr große Belastung. Schon im Jahr 2011 brachen die Preise immer neue Rekorde und dieser Trend setzt sich auch 2012 weiter fort. Zum Osterfest durchbrach der Durchschnittspreis für einen Liter Super Benzin die Marke von 1,70 Euro. Bei einigen Autofahrern ist die Schmerzgrenze schon lange überschritten. Da gleichzeitig die durchschnittlichen Nettolöhne der Arbeitnehmer gesunken sind, fällt die Finanzierung des Treibstoffs immer schwieriger aus. Deshalb steigen immer mehr auf öffentliche Verkehrsmittel um, was die immer steigenden Fahrgäste in Bussen und Bahnen belegen. Mit einer Monatskarte fallen die täglichen Fahrten für Pendler oft günstiger aus als mit dem Auto, zusätzlich kann die Strecke beliebig oft befahren werden. Allerdings ist der öffentliche Nahverkehr natürlich nur in Gebieten mit entsprechender Infrastruktur eine gute Alternative. Vor allem auf dem Land sind jedoch viele Menschen auf das Auto angewiesen.

Benzinpreise

BenzinpreiseDie Mineralölkonzerne finden ständig neue Gründe, um die Benzinpreise immer weiter zu erhöhen. Nahezu jeder Vorfall im Nahen Osten führt zu einer Spritpreiserhöhung. Sogar der Atomstreit mit dem Iran hat die Preise ansteigen lassen, obwohl Deutschland nur einen sehr kleinen Teil seines Öls aus dem Iran bezieht. Ob all diese Vorfälle also tatsächlich einen steigenden Benzinpreis rechtfertigen, darf bezweifelt werden. Der Preis für Rohöl ist derzeit jedoch noch relativ stabil.

hohe Margen für Mineralölkonzerne

Letztlich konnte sogar eine Studie nachweisen, was viele Autofahrer schon lange vermuteten. Die Gewinnmarge beim Benzin fällt für die Mineralölkonzerne immer höher aus. Zwar ist es richtig, dass Benzin sehr hoch versteuert wird, doch beträgt der Reingewinn bei einem Liter Benzin mittlerweile rund 50 Cent, im Jahr 2010 waren es nur knapp 40 Cent. Auch die schwankenden Preise zu unterschiedlichen Zeiten scheinen System zu haben. Der ADAC überwacht schon seit Längerem die Spritpreise und konnte an fast jedem Wochenende steigende Preise verzeichnen. Außerdem steigen die Preise immer zu den Ferienzeiten enorm an, ganz gleich, ob dafür ein triftiger Grund besteht oder nicht.

Mittlerweile zweifeln auch die Behörden an der Rechtmäßigkeit der unaufhörlich steigenden Benzinpreise. Deshalb kündigte das Bundeskartellamt an, umfassende Ermittlungen bei den Ölkonzernen durchführen zu wollen. Sollten dabei Preisabsprachen oder ähnliche Formen unlauteren Wettbewerbs zutage gefördert werden, könnten ernste Konsequenzen für die Betreiber entstehen. Ob dadurch jedoch auf lange Sicht auch der Spritpreis sinkt, lässt sich kaum vorhersagen. Hier könnte jedoch die Politik helfen, einige Politiker schlugen bereits unterschiedliche Vorschläge vor, um den Benzinpreis staatlich zu regulieren. Beispielsweise, indem Preiserhöhungen nur noch einmal wöchentlich und nicht nach Belieben gestattet werden.

Alternative Elektroautos

Trotz der hohen Preise für Treibstoff sind Elektroautos hingegen für die meisten Autofahrer laut Umfragen noch keine ernsthafte Option. Vor allem Nachteile wie die nur geringe Geschwindigkeit und die relativ kurze Reichweite sprechen gegen die elektronisch betriebenen Autos. Zwar gibt es auch schon Fahrzeuge mit durchaus ansprechenden technischen Spezifikationen, allerdings haben diese auch ihren Preis. Die meisten Autofahrer können sich ein solches Luxuselektroauto nicht leisten. Beliebt sind aber Hybrid-Autos, die neben einem Elektromotor auch über einen gewöhnlichen Verbrennungsmotor verfügen. Mit einem solchen Gefährt lässt sich durchaus einiges an Sprit sparen, allerdings ist der Kauf eines neuen Autos aufgrund steigender Spritpreise nur bedingt sinnvoll. Bis die Kosten für das neue Auto sich amortisieren, vergehen einige Jahre. Ist jedoch ohnehin der Kauf eines neuen Wagens geplant, könnte sich ein Hybrid lohnen.

auf den Benzinverbrauch achten

Autofahrer sollten derzeit nicht davon ausgehen, dass die Spritpreise in naher Zukunft sinken werden und auf den Benzinverbrauch achten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das Gegenteil der Fall. Dass ein Liter Super noch in diesem Jahr 1,80 Euro kosten wird, ist nicht unwahrscheinlich. In solchen Zeiten ist ein sparsames Auto natürlich von Vorteil. Doch auch die Fahrweise beeinflusst den Benzinverbrauch eines Autos ganz enorm. Vor allem bei kleineren Strecken kann das Auto jedoch ruhig auch mal stehen bleiben.